Samstag, 25. Oktober 2008

Symposium in Berlin: WAS IST HEUTE HUMANISMUS?

Aus der letzten Rundmail der Giordano-Bruno-Stiftung:
In Zusammenarbeit mit der "Humanistischen Akademie Deutschland" (HAD) veranstaltet die "Akademie der politischen Bildung der Friedrich-Ebert Stiftung" (fes) vom 15. - 16. November eine Fachtagung unter dem Titel "Was ist heute Humanismus?". Am ersten Veranstaltungstag werden zahlreiche renommierte Experten und Wissenschaftler, u.a. Prof. Dr. Julian Nida-Rümelin (Staatsminister a.D), Prof. Dr. Frieder Otto Wolf (Präsident der HAD), Dr. Michael Schmidt-Salomon (Vorstandssprecher der gbs) und Dr. Horst Groschopp (Präsident des Humanistischen Verband Deutschlands) Vorträge zum Thema halten. Am zweiten Veranstaltungstag wird eine Podiumsdiskussion zum Thema "Neuer Atheismus und politischer Humanismus - Bedeutung für Konfessionsfreie" mit Statements von Repräsentanten der freigeistigen Organisationen "Jugendweihe Deutschland", "Humanistischer Verband Deutschland", "Die Humanisten Würtemberg", "Internationaler Bund der Konfessionslosen und Atheisten", "Dachverband freier Weltanschauungsgemeinschaften" und "gbs" stattfinden.
Tagungsleitung: Dr. Johannes Kandel / Dr. Horst Groschopp

Veranstaltungszeiten:
Samstag,15. Nov.: 10.00 Uhr – 20.00 Uhr
Sonntag, 16. Nov.: 10.00 Uhr – 13.00 Uhr

Veranstaltungsort:
Akademie der politischen Bildung der Friedrich-Ebert-Stiftung, Hiroshimastr. 17, 10785 Berlin

Tagungsprogramm als PDF


Kommentare:

sapere.aude hat gesagt…

"Neuer Atheismus und politischer Humanismus - Bedeutung für Konfessionsfreie"

Naja, ich weiß nicht was man von so Veranstalltungen halten soll. Ich denke man wird dort keine freien Gedankenströme fließen sehen...

Ich bin der Meinung, dass der Mensch hier einfach ein bestimmtes Denken aufgetragen bekommt. Dazu bin ich kein Freund von Atheismus, da ich für den Agnostizismus bin. Nochdazu hat mich Nietzsche stark geprägt, welcher Immoralist war.

Aber ich würde mich gerne eines besseren belehren lassen :-)

Sophrosynos hat gesagt…

"Freie Gedankenströme" sind natürlich eine feine Sache, doch drohen sie immer, in geistige Anarchie zu entarten. Hier ist also große Vorsicht geboten - und um so mehr geistige Zucht!

Der platte Atheismus, wie er heute oft vertreten wird, ist tatsächlich wenig zielführend. Wer wirklich nach Wahrhaftigkeit strebt, wird nicht umhinkommen, den unerreichbaren Urgrund des Seins einzugestehen. Doch das bedeutet keineswegs, dass man einen persönlichen Gott einräumen muss - eher sollte vom Göttlichen gesprochen werden. Und das entzieht sich, ganz "Ding an sich", unserer Anschauung. Jeglicher religiöse Anspruch muss daher als allzumenschlich zurückgewiesen werden.

Hinsichtlich Nietzsches Immoralismus sollte man auch an den "tollen Menschen" denken: der den Tod Gottes beklagt! In diesem Sinne kann es nur dem Moralischsten gestattet werden, Immoralist zu sein!